(* 1964 in Bad Cannstatt; † 2009)

Nach einer Uhrmacherlehre studierte der Maler Gerhard Horner von 1988 bis 1994 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste bei Professor Rudolph Schoofs in Stuttgart, dessen Meisterschüler er gewesen ist.

Horners Ölgemälde nehmen in der zeitgenössischen Kunst eine ganz besondere Rolle ein. Zu verdanken ist dies seinem leidenschaftlichen Gespür, Farbe und Form miteinander zu kombinieren.

Die expressiven Farbnuancen verfügen über einen ästhetischen Wert, der den Betrachter wie eine magische Kraft – der man sich nicht entziehen kann – in Bann verfallen lässt. Das Kolorit entwickelt sich von innen heraus und verströmt, getragen von einer unbändigen Dynamik, zu einer Gestalt. Die symbiotische Vereinigung von Bewegung, Komposition und Farbe lässt assoziieren als erschafft sich Horner seinen eigenen Kosmos in dem er seine Ideen bildnerisch werden lässt. Die vertrauten Gegenstände transformieren sich aus zunächst abstrakt erscheinenden Gebilden zu geheimnisvollen Objekten, die an faunische Gestalten mit mephistophelischem Charakter erinnern. Kommunizieren die Kreaturen auf den Bildwerken Horners miteinander? Attackieren sie sich oder leben sie gemeinsam in einem Universum nebeneinander her? Die Antwort wird dem Betrachter selbst überlassen und womöglich befindet man sich hier auf einer Interpretationsebene, die sich an unseren eigenen Emotionen und Eindrücken orientiert.

Der Maler verfolgt nicht das Ziel mit seiner farbenprächtigen Welt und deren Phantasiefiguren eine Weltverschönerung zu schaffen, deren Gehalt ein dekorativer ist. Seine Intention ist es eine ganz eigene Bildsprache zu finden, in dem er Farbe und Form derart miteinander fusionieren lässt, dass sie Zukunftscharakter in sich trägt und einzigartig ist.

FOTOS

Gerhard Horner_1

Abbildungsnachweis Gerhard Horner:

Gerhard Horner_1: Gerhard Horner, Malerei, Deutsche Bundesbank, S. 16.