In einer alten Kegelbahn im Frankfurter Nordend hat der traditionelle Kunstbetrieb die ersten Bilder im Jahre 1965 ausgestellt. Neben einer Rahmenwerkstatt in der Frankfurter City und weiteren Galerien in Köln und München wurde jahrelang große Kunst im renommierten Leinwandhaus in Frankfurt am Main gezeigt.

Der fulminante Maler Dieter Krieg etwa fand hier ein starkes Forum für seine riesigen Gegenstands- und Wortwelten. Auch Heranwachsenden aus den Talentschmieden deutscher Akademien wurde hier zum Durchbruch verholfen.

Die Galerie Gierig gehörte zu den Ersten, die DDR-Kunst in den freien Westen lancierten: Der Malerwilde Hartwig Ebersbach stellte im Leinwandhaus seine „Kaspar“-Installationen und –bilder aus, durfte selbst aber nicht zur Vernissage aus der DDR anreisen.

Die Galerie Gierig trotzte dem Wettbewerb, dem Sog der Kulturpolitik, präsentierte sich auf den großen Messen in Köln, Basel, Chicago und New York – und entwickelte sich immer weiter.

Neben dem klassischen Kunsthandel bietet die Galerie seit Jahren Kunstausstellungen als Dienstleistung für Unternehmen an und berät Kunstinteressierte und Sammler beim Aufbau und Weiterentwicklung Ihrer Sammlungen. Dies wird auch im Zuge der Neugründung im Jahre 2003 mit dem Namen „Gierig Kunstprojekte“ zum Ausdruck gebracht.

Insgesamt blickt die Familie Gierig auf über 50 Jahre Kunstmarktexpertise zurück und verfügt über ein umfangreiches Kunstnetzwerk. Ausstellungen werden neben Frankfurt/M., dem Stammsitz des Unternehmens, deutschlandweit kuratiert und neue Kunst gezeigt.