(* 1965 in Kronach)

Zeitungspapier, Feuerzeug, Handtuch, Butterbrot, Teebeutel oder Handtasche – es sind triviale Dinge des alltäglichen Lebens, die charakteristisch in der Kunst von Cornelius Völker auftreten. Daneben findet man Hunde und Menschen – gemeinsam oder als eigenständiges Sujet – in abwechslungsreichen Posen.

Nicht nur die Auswahl der Motive, sondern auch der virtuose und dicke Farbauftrag in den Bildern Völkers erinnern an die Kunst seines Meisterlehrers Dieter Krieg. Der Künstler studierte neben Krieg von 1989 bis 1995 bei A.R. Penck Malerei an der Kunstakademie in Düsseldorf, wobei er sich innerhalb dieses Zeitraums ein halbes Jahr in Paris aufhielt und an der „Cité Internationale des Arts“ unterrichtet wurde. Krieg äußert sich folgendermaßen über die Arbeiten von Völker, wobei dessen Faszination gegenüber seines Meisterschülers deutlich wird: „Die starke Präsens der Bilder, ihre Komplexität, ihr Raffinement, ihre Klarheit, ihre neuartigen Flächen sind beunruhigend und bewunderungswürdig.“

Völkers Ölbilder harmonieren auf inhaltlicher und formaler Ebene miteinander, deren innere Bewegung durch Farbverläufe und Schlierenbildung allegorisiert und dem Thema entsprechend seiner Größe – meistens auf Großformat – angepasst wird. Seine impulsive Malsprache beinhaltet neben persönlichem Interesse, Themen der Pop Art, die er in zyklischen Arbeiten zum Ausdruck bringt. Seine Zyklen unterliegen einem metaphorischen Stil oder reflektieren u. a. über Goya und dessen Zeit wie z.B. in dem Werk „Grausamkeit der Hasen und ihre Auswirkungen auf die spanische Aristokratie.“

Für den Kunstkritiker Professor Werner Spies stellt der Maler einen „hochtalentierten Künstler (…)“ dar. Und weiter: „Ich halte Cornelius Völker (…) für eine exzeptionelle Begabung.“ Diese Würdigung ist von besonderer Bedeutung, wenn man bedenkt, dass Spies sich u. a. mit der künstlerischen Arbeit eines Max Ernst oder Picasso auseinandersetzte.

Während seiner Akademiezeit produzierte und führte er Regie für den Film „Die Hermannsschlacht“.

Neben der Bildenden Kunst widmet er sich dem Medium der Photographie und hat seit 2005 eine Professur für Malerei an der Kunstakademie Münster inne. Völker lebt in Düsseldorf und New York.

 

FOTOS

Cornelius Völker_6

Abbildungsnachweis Cornelius Völker:

Cornelius Völker_6: Cornelius Völker, Malerei, Timm Gierig – Frankfurt, 1996, o.S.