Hartwig Ebersbach, Bilder – Installationen

Hartwig Ebersbach, Blumen

Oft ist es ganz einfach, manchmal auch schwer, mit einem Künstler Kontakt aufzunehmen. Mit den Künstlern der DDR war es seinerzeit unmöglich. So auch beim Leipziger Maler Hartwig Ebersbach, der mir 1982 in der Ausstellung „Zeitvergleich“ in Hamburg aufgefallen war. Doch 1984 half mir der Zufall: Auf der Basler Kunstmesse traf ich Vertreter des staatlichen Kunsthandels der DDR.

Über sie erhielt ich ein Besuchervisum und lernte neben Ebersbach, Jahrgang 1940, auch andere Künstler in der DDR kennen. Oft ist es ganz einfach, manchmal auch schwer, mit einem Künstler Kontakt aufzunehmen. Mit den Künstlern der DDR war es seinerzeit unmöglich. So auch beim Leipziger Maler Hartwig Ebersbach, der mir 1982 in der Ausstellung „Zeitvergleich“ in Hamburg aufgefallen war. Doch 1984 half mir der Zufall: Auf der Basler Kunstmesse traf ich Vertreter des staatlichen Kunsthandels der DDR. Über sie erhielt ich ein Besuchervisum und lernte neben Ebersbach, Jahrgang 1940, auch andere Künstler in der DDR kennen.

Katrin Arrieta von der Kunsthalle Rostock, eine profunde Kennerin der DDR-Kunst, schrieb über Ebersbach: „… der wilde Gestus seiner Malerei gehörte zum Äußersten, das in der öffentlichen Meinung der DDR seit den späten 70er Jahren zur Kunst gezählt wurde“.

Hartwig Ebersbach hatte sich von seinen – noch 1982 seine Ausstellung im Altenburger Lindenau-Museum prägenden – subtilen malerischen Anfängen entfernt. Er, Meisterschüler von Bernhard Heisig an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und inzwischen von Heisig als Dozent berufen, hatte sich immer weiter zum grandiosen Malwüterich entwickelt, raumgreifend mit seinen Installationen, mit neuem Hang zum Gesamtkunstwerk.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands, die dem Künstler viel widersprüchliche Thematik schenkte und auferlegte, hatte Hartwig Ebersbach bei einem Japan-Aufenthalt (1990) nach eigenen Worten sein zentrales Thema „Kaspar“ überwunden. An dessen Stelle trat das Thema „Drachen“. Das großformatige 3-teilige Bild „Steingarten”, 1991 belegt den Prozess. Ab 1990 konnten wir in seinen Werken hier und da auch die Synthese von „Zärtlich und Brutal“ entdecken.

Hartwig Ebersbach, Drachenkopf

Durch eine Afrikareise inspiriert entstanden, obwohl er durch eine Infektion schwer erkrankt zurückkam, ab 1993 skulpturale und kultig anmutend großformatige Arbeiten. Ein Beispiel ist die 13-teilige Installation grauer Löffel. Dieses „Abendmahl“ erwarb 1995 das Aachener Sammlerehepaar Irene und Peter Ludwig.

In manchem steht Ebersbach durchaus Georg Baselitz nah, in manchem aber auch Anselm Kiefer. Letzteres manifestiert sich vor allem im destruktiven „Versenken“ von Skizzenbüchern in stark aufgetragenen Farbschichten. Auf Leinwände collagierte und übermalte Holzschnitt-Druckstöcke belegen diese künstlerische Vorgehensweise ebenso.In manchem steht Ebersbach durchaus Georg Baselitz nah, in manchem aber auch Anselm Kiefer. Letzteres manifestiert sich vor allem im destruktiven „Versenken“ von Skizzenbüchern in stark aufgetragenen Farbschichten. Auf Leinwände collagierte und übermalte Holzschnitt-Druckstöcke belegen diese künstlerische Vorgehensweise ebenso.

Hartwig Ebersbach, Kaspar

Wir freuen uns, dass wir jetzt – zwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer – einen deutschen Künstler ausstellen können, der noch vor Gründung der DDR geboren wurde und 50 Jahre DDR unmittelbar erlebte.

Timm Gierig

 

– AUSSTELLUNG –
Hartwig Ebersbach, Bilder – Installationen

– INFORMATION –
Vernissage: 1.Februar 2010, 17:00
Dauer: 1. Februar – 9. April 2010
Besichtigungszeiten: Mittwochs 10:00 -15:00 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung unter 069-9566-8598
Ort: Deutschen Bundesbank, Wilhelm-Epstein-Straße 14, 60341 Frankfurt am Main

Es begrüßt Sie: Dieter Haferkamp, Mitglied des Direktoriums der Deutschen Bundesbank, i.R
Es spricht: Dr. Eduard Beaucamp, Kunstkritiker der FAZ

Wir laden Sie herzlich zur Eröffnung der Ausstellung ein.

– HINWEIS –
Zur Eröffnung melden Sie sich bitte mit beigelegter Karte oder unter conferences[at]bundesbank.de an.
Bitte bringen Sie zur Eröffnung oder bei Besuchen Ihren Personalausweis mit.
Die Ausstellung befindet im Foyer der Bundesbank.