Hans Baschang, Meisterzeichnungen und Plastiken

Hans Baschang

Hans Baschang, 1937 in Karlsruhe geboren, wird in Kürze seinen 70. Geburtstag begehen. Der Zeichner und Bildhauer kommt eigentlich von der Malerei. Sie war seine Jugend – heiter und farbig. Das war die Karlsruher Schule von Hap Grieshaber und Herbert Kitzel der späten 50er Jahre; Hans Baschang, Dieter Krieg, Walter Stöhrer und Horst Antes, die es rasch zu Anerkennung und Ruhm brachten. Früh wurden sie alle berufen und lehrten an den Kunstakademien Düsseldorf, Berlin, Karlsruhe und Hans Baschang in München.

Doch bald verließ Baschang die Leinwand und Farbe, magisch angezogen von der Gegenwelt der Askese. Als Meister der Zeichnung verschrieb er sich dem Zeichenstift und der Kohle. In diesem Medium bereicherte er kompromißlos und singulär die deutsche Kunstszene bis heute. Er läßt die Welt in der Zeichnung rotieren. Ursula Bode, eine der besten Interpretinnen moderner Kunst, schrieb: „Wie mit zentrifugalen Kräften geschleudert aus Kreis und Ringelementen entfliehend, sind die spitzen Linien und scharfen Linienbündel und Strudel aufs Blatt geworfen. Der weiße Raum öffnet sich oder verdichtet sich dunkel im Zentrum, er nimmt die Energien dynamischer Strichüberlagerungen auf und gibt sie an den Betrachter weiter…“

Auch Klaus Gallwitz, ehemals Direktor des Städel-Museums, neuerdings verantwortlich für das Museum Rolandseck am Rhein, beachtete das Schaffen von Hans Baschang schon 1970/71, als der Künstler mit dem Villa Massimo Stipendium in Rom geehrt wurde. Seinerzeit schrieb Gallwitz: „Den Bleistift nutzt Baschang wie ein Skalpell“ und rühmte am Künstler „Konsequenz und Logik“ und seine Sensibilität, die von Jahr zu Jahr deutlicher sich auf die leichteste Spur verlassen kann, die der Stift auf dem Papier hinterläßt.

Hans Baschang

Anfang der 80er Jahre entstand eine Folge von Gips-Plastiken; nur wenige wurden in Bronze gegossen. In einer großen Baschang-Ausstellung im Leinwandhaus, Januar 1989, betäubte die weiße Stille, die von den Arbeiten ausging die Besucher. Nur schwer konnte man sich des Eindrucks, an einer Schädelstätte zu weilen, erwehren. Ein Bekenntnis zum Einfachen, Elementaren am rechten Ort in diesem historischen Haus aus dem 14. Jahrhundert.

Die Ausstellung wird von Prof. Horst Schwebel, Direktor des Instituts für Kirchenbau an der Philipps-Universität in Marburg, eröffnet, in dessen Sammlung auch Hans Baschang vertreten ist.

 

– AUSSTELLUNG –
Hans Baschang, Meisterzeichnungen & Plastiken

– INFORMATION –
Vernissage: 8. Februar 2007, 19:00 Uhr
Dauer: 8. Februar – 30. März 2007
Ort: Kanzlei Baker & McKenzie, Bethmannstraße 50-54, 60311 Frankfurt am Main

Es begrüßt Sie: Axel Hamm, Kanzlei Baker & McKenzie
Es spricht: Prof. Horst Schwebel, Direktor des Instituts für Kirchenbau an der Philipps-Universität in Marburg

Wir laden Sie herzlich zur Eröffnung der Ausstellung ein.