Bernard Schultze, 1915 – 2005 Gedächtnisausstellung

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Bernard Schultze feierte in den letzten 25 Jahren triumphale Museumsausstellungen in Deutschland West und Ost, in Italien, Ungarn, Belgien und erst kürzlich in St. Petersburg in der Eremitage. Er kam in den Genuß eines reichen, hochgeehrten Lebenswerks, das er bis zu seinem Tod zu mehren verstand. Jetzt, zu seinem 90. Geburtstag, werden zahlreiche Museen die geplanten Jubiläumsausstellungen zu Gedächtnisausstellungen umwidmen.

Am 14. April verstarb Bernard Schultze in Köln, der Stadt, die ihm nach dem legendären „Quadriga“ Experiment in Frankfurt am Main (1947-68) das künstlerisch notwendige, günstige Umfeld bot. Die Übersiedlung in die Domstadt, zu jener Stunde, da Frankfurt von Studentenrevolten geschüttelt und kulturpolitisch einen Tiefpunkt streifte, hat auf Schultze befreiend gewirkt und nicht nur für seine alten Verehrer ist sein Name für immer mit Frankfurt verbunden.

Obwohl ich Bernard Schultze kannte, sollte es doch erst 1987- mit programmatisch großen museumshaften Formaten – zu einem ersten neuen, bedeutenden Auftritt in Frankfurt in unserer Galerie im historischen Leinwandhaus kommen. Weitere Ausstellungen im Leinwandhaus und Beteiligungen auf Kunstmessen in Köln, Düsseldorf, Basel und Chicago folgten.

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Bernard Schultze-Portrait

Bernard Schultze hat die deutsche Nachkriegskunst durch seine informelle, taschistische Malweise entscheidend mitbeeinflußt. Mit seinen dramatischen Migof-Plastiken hat er den Graben seiner malerischen Bildwelten zur surrealistischen, plastischen, 3-dimensionalen Welt geschlagen. Im Jahre 2000 zeigte das Städel-Museum in einer beeindruckenden Installation diesen Werkkomplex im historischen Rückblick.

Die von Bernard Schultze im September 2004 in seinem Kölner Atelier am Ebertplatz besprochene Ausstellung “Neues aus Atelier und Privatbesitz” für 2006 bei Baker & McKenzie in Frankfurt wird nun nicht mehr realisiert werden. Doch mit dieser kleinen veritablen Auswahl an Leihgaben möchten wir diesen großen deutschen Künstler ehren.

Ein letzter Gruß,

T. T. Gierig

 

– AUSSTELLUNG –
Bernard Schultze, 1915 – 2005 Gedächtnisausstellung

– INFORMATION –
Vernissage: 23. Mai 2005 19:00 Uhr
Dauer: 23. Mai – 25. August 2005
Ort: Kanzlei Baker & McKenzie, Bethmannstraße 50-54, 60311 Frankfurt am Main

Es begrüßt Sie: Axel Hamm, Kanzlei Baker & McKenzie
Es spricht: Dr. Eduard Beaucamp, Kunstkritiker der FAZ

Wir laden Sie herzlich zur Eröffnung der Ausstellung ein.

– HINWEIS –
Der Redaktion z. Zt. bekannte Ausstellungen:
1.5.-3.7.05 Saarlandmuseum, Saarbrücken
8.5.-3.7.05 Kunstforum Ostdeutsche Galerie, Regensburg